Sustainable University Day 2019

Handeln und unterlassen - Verantwortung übernehmen im Spannungsfeld der Sustainable Development Goals

29. März 2019 | ZHAW Wädenswil
 

Vormittag

BEGRÜSSUNG
Urs Hilber. Foto©Mischa Christen
Urs Hilber, Leiter Departement Life Sciences und Facility Mangement, 
Jean-Marc Piveteau, Rektor ZHAW 
und Christian Pohl, Programmleiter U Change
haben den Sustainable University Day eröffnet.
 
KEYNOTES
Petra Schweizer-Ries. Foto ©Mischa Christen
Petra Schweizer-Ries, Dozentin Hochschule Bochum
Nachhaltigkeitswissenschaftlerin, Humangeografin, Umweltpsychologin - so vielfältig wie ihre Fachgebiete sind auch die Tätigkeiten von Frau Schweizer-Ries. In Ihrer Präsentation sprach sie über diverse Projekte: "Transition University" an der Hochschule Bochum, "Transition Town" in der Stadt Bochum, die Mitarbeit am IPCC-Bericht und vieles mehr. 
 
Jürg Minsch. Foto ©Mischa Christen
Jürg Minsch, Dozent ZHAW
«Es ist nicht Aufgabe der Universität/Hochschule beliebt zu sein!» (Minsch, 2019)
«Die Idee der Universität als souveräner Denkrepublik hat auch inneruniversitäre Konsequenzen: Sie ist keine Denkmonarchie! Heisst insbesondere: Den Studierenden als MitforscherInnen ist vermehrt und systematisch Verantwortung in allen Belangen der Denkrepublik einzuräumen. [...] Die Studierenden sind letztlich souveräne ProjektleiterInnen ihres eigenen Lebens.» (Minsch, 2019)

Jürg Minsch hat ausgehend von seinem Vortrag am Sustainable University Day drei Essays verfasst. Der dritte Essay entspricht im Wesentlichen seinen Ausführungen am Sustainable University Day, die beiden ersten stellen thematische Grundlagen für den dritten Essay dar.
Essay 1: «Entfremdung & Annäherung»
Essay 2: «Überforderungen & Aufbrüche»
Essay 3: «Offene Gesellschaft & Souveräne Universität»
 
U CHANGE STELLT SICH VOR
Christian Pohl. Foto ©Mischa Christen
Christain Pohl stellte das Förderprogramm vor und wagte einen Ausblick in die Zukunft. Zur Präsentation

 
 
BEISPIELE AUS DER PRAXIS
 
 
Eric Postler. Foto©Mischa Christen
Impact Hub Bern, Eric Postler
Co-working space, Kurslokal und -Anbieter, Eventveranstalter, Netzwerk - der Impact Hub Bern ist vieles aufs Mal. Eric Postler hat einen Überbick über die Aktivitäten und Angebote gegeben und erklärt, was einen Impact Hub ausmacht.
Zur Präsentation

 
Gabriel Silva und Yves Gärtner. Foto©Mischa Christen
Mobilier potager urbain, Gabriel Silva, EPFL
Campus Farmers war eines der ersten Projekten, welche sich um eine Unterstützung durch U Change beworben haben - und wurde gefördert. Damit konnte ein leerer und selten genutzter Platz an der EPFL mittels selbst entwickelten Sitzgelegenheiten mit Pflanzkübeln für kollektives Gärtnern aufgewertet werden. Gabriel Silva hat mit vielen Bildern von den Aktivitäten des Studierendenverein Campus Farmers berichtet.
Zur Präsentation
 
Nico Frommherz, Brigitte Epprecht. Foto©Mischa Christen
dihei unterwägs, Brigitte Epprecht und Nico Frommherz, ZHAW
Das Projekt "dihei unterwägs" hingegen gehört zu den noch jungen Projekten. Brigitte Epprecht und Nico Frommherz konnten trotzdem schon vieles von ihrem Umweltbildungs-Projekt für Senioren in Wädenswil berichten und ihr erstes Exkursionsprogramm präsentieren.
Zur Präsentation
 

Mittag

FÜHRUNGEN AUF DEM CAMPUS
Impressionen von den Führungen. Foto©Mischa Christen
  • Ressourceneffizienz in der Fischzucht: Wasser, Nährstoffe und Energie mit Fridolin Tschudi
    Kann ich in Zukunft noch Fisch aus sauberem Wasser essen, ohne die Gewässer mit Nährstoffen zu belasten, und die Meere für Fischmehl leer zu fischen? Wir zeigten Lösungsansätze, wie ein nachhaltiger Fischkonsum auch in Zukunft noch möglich ist.
  • Einblick ins Erdreich – der neue Bodengarten mit Simon Amrein
    Die Gärten im Grüental sind bekannt für ihre Pflanzenvielfalt, aber diesmal war der Fokus auf und inm Boden! Denn dieser ist nicht nur die Grundlage von Pflanzen, sondern auch Lebensraum unzähliger Tiere, Pilze und anderen Organismen. Im „Erdreich“ tauchten die Teilnehmenden ein in die unterirdische Welt der Böden und erfahren, wie Boden als Lebensraum entsteht, welche Funktionen er für uns übernimmt und welche Nutzungskonflikte darum entstehen.
  • TCM-Arzneipflanzen zum Anfassen und Erkunden mit Regula Treichler
    Im TCM-Garten wachsen rund 120 chinesische Arzneipflanzen. Im Gegensatz zur westlichen Medizin, steht in der traditionellen chinesischen Medizin explizit die Gesundheit im Mittelpunkt. Im Garten konnten daher nicht nur die Arzneipflanzen auf praktische und anschauliche Art studiert, sondern auch die wohltuende und stärkende Kraft der Gartengestaltung, welche nach Prinzipien der chinesischen Philosophie umgesetzt wurde, genossen werden.
  • Der Campus als Praxislabor mit Nils Honetschläger
    Auf einem Rundgang durch den Campus Grüental zeigte Nils Honetschläger zehn Massnahmen, mit denen das Ziel einer nachhaltigen Bewirtschaftung und attraktiveren Umgebung verfolgt werden kann. Welche Schnittmassnahmen führen beispielsweise zu einer Reduktion an Biomasse? Wie lässt sich die zeitaufwendige Mahd per Handsense ökonomisch sinnvoll in den Unterhalt integrieren? 
  • Der Blick von Oben – Drohnen in der Umweltforschung mit Johann Junghardt
    Drohnengestützte Fernerkundung revolutioniert die Datenaufnahmen und Analysemöglichkeiten in den Umweltwissenschaften. Um diese Entwicklungen aktiv mitzugestalten, unterhält die Forschungsgruppe Geoinformatik der ZHAW eine umfangreiche Flotte modernster Drohnen, die in der Wissenschaft und in der Lehre eingesetzt werden. Es wurden verschiedene Drohneninstrumente und entsprechende Anwendungsmöglichkeiten, Produkte und Projekte präsentiert.
  • Umweltbelastung reduzieren – aber wie? mit Regula Keller
    Ist Glas ökologischer als Plastik? Und Schweizer Gemüse immer umweltfreundlicher? Regula Keller räumte mit Umweltmythen auf und erklärte, wie man mit Ökobilanzen faire ökologische Vergleiche machen kann. Am Schluss erklärte sie die Hintergründe der Ausstellung #misläbe im Pavillon.
 
POSTERAUSSTELLUNG
Verschiedene Projekte von U Change und Bereiche der ZHAW konnten an der Posterausstellung kennengelernt werden. Folgende Poster waren ausgestellt:
 

Nachmittag

WORLD CAFÉ
(Kurzworkshops)
Grafisches Fazit in Form eines Kartons (©Karl Herweg).
Es fanden drei kurze Diskussionsrunden von ca. 15 Minuten in Gruppen nach der Methode «World Café» statt. Für jede Runde standen 9 Tische mit unterschiedlichen Fragestellungen aus 3 Themengebieten zur Auswahl:
  • Innovation in Studentischen Projekten, Nachfolge regeln, Vernetzung unter den Projekten (Mathieu Petite, Universität Genf; Christian Pohl, ETHZ und U Change; Helena Fierz und Florian Sander, Universität St.Gallen)
  • Service Learning und Engagement im Studium (Petra Schweizer-Ries, Hochschule Bochum)
  • Inter- und Transdisziplinarität an Hochschulen (Marlene Mader, ETHZ & Monika Götzö, ZHAW)
    Fazit der Diskussionen aus Sicht der Gastgeberinnen
  • Ernährung (Isabel Jaisli, ZHAW)
  • Klima (Christian Winzer & Souraya Hamad, ZHAW)
  • Städte (Vicente Carabias-Hütter & Karsten Druhmann, ZHAW)
    Fazit der Diskussionen aus Sicht der Gastgeber
  • Verantwortungsvoller Konsum am Beispiel von BuyAware (Jonas Niedergerber & Felix Graule, BuyAware)
    Fazit der Diskussionen aus Sicht der Gastegeber
  • Soziale Ungleichheit, Armut und starke Institutionen (Ludwig Gärtner, BSV)
    Fazit der Diskussionen aus Sicht des Gastgebers
  • Psychologie der Nachhaltigkeit (Karl Herweg, Uni Bern)
    Fazit der Diskussionen aus Sicht des Gastgebers (Illustration oben beachten!)
 
FISHBOWL
(Podiumsdiskussion)
Podium: Teilnehmer, Océane Dayer, Alessandra Maranta, Yale Hazan, Teilnehmer. Foto©Mischa Christen
Aufbauend auf die Diskussionen und Themen aus dem World Café diskutierten zu Beginn Océane Dayer (Co-Chair Sustainable Development Solutions Network Switzerland), Petra Schweizer-Ries (Dozentin an der Hochschule Bochum) und Yael Hazan (Studierende an der ZHAW) unter Leitung von Alessandro Maranta (Leiter Lehre an der ZHAW) Fragen aus den World Café-Diskussionen.
Die Teilnehmenden waren aufgefordert, die Plätze auf dem Podium zu übernehmen und mitzudikutieren. Das Gespräch endete beim Thema Studentisches Engagement und der nötigen Rahmenbedinungen für dessen Förderung.
 
SCHLUSSBETRACHTUNGEN
Reto Mayer. Foto©Mischa Christen
Für einen erfrischenden Abschluss sorgte der Schauspieler Reto Mayer, welcher mit Schalk und Humor die Tagung hat revue passieren lassen, bevor zum Apéro im Garten geladen wurde.
 
Apéro. Foto©Mischa Christen
 
 

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